Babyglück & Stillzeit
Checkliste für die Stillzeit

Herzlichen Glückwunsch, dein Baby ist auf der Welt! Jetzt beginnt eine neue, spannende Zeit in deinem Leben. Während dein Kind die vergangenen Monate noch über deinen Blutkreislauf mitversorgt wurde, müssen lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe von nun an von außen zugeführt werden. Idealerweise geschieht dies über die Muttermilch. Damit es mit dem Stillen auch wirklich klappt und du die aufregende, aber auch anspruchsvolle Stillzeit genießen kannst, haben wir eine Checkliste für dich erstellt.

Abenteuer Stillen: Mit der richtigen Ausstattung bist du bestens gerüstet

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Praktisch und bequem: Lege dir 2-3 Still-BHs zu

Aufgrund spezieller Öffnungs-Klips sind Still-BHs unglaublich praktisch. So hast du jederzeit die Möglichkeit, dein Baby entspannt und unkompliziert zu stillen, ohne dafür lästig am BH zerren oder ihn komplett ausziehen zu müssen. Die Still-BHs sind optimal auf die Anforderungen stillender Mütter ausgerichtet: Sie bieten nicht nur perfekten Halt und stützen die sich veränderten Brüste, vielmehr bieten die Cups auch eine zusätzliche Halterung für die Stilleinlage, sodass die BHs länger frisch und sauber bleiben.

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Mindestens 2 Still-freundliche Oberteile

Auch zwei oder mehr bequeme Still-Oberteile, wie z.B. Blusen, T-Shirt mit Knopfleiste oder Strickjacken sollten unbedingt Teil deiner Still-Ausrüstung sein. Sie erleichtern ein schnelles und unkompliziertes Anlegen, wodurch sich vor allem das Stillen in der Öffentlichkeit unkompliziert gestaltet.

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Mehrere weiche Still-Einlagen, die das Durchnässen deiner Kleidung durch den BH verhindern

Dass bei stillenden Müttern immer wieder etwas Milch aus der Brust herausläuft, ist völlig normal -insbesondere unmittelbar vor dem Stillen oder nach längeren Stillpausen, wenn die Brust sehr voll ist. Hier eigenen sich Stilleinlagen hervorragend, um eben diese Tropfen aufzufangen, ohne dass die Kleidung durchnässt wird. Die Auswahl an Stilleinlagen ist groß. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Dicke und Struktur. Am besten entscheidest du dich für die Stilleinlage, mit der du dich selbst am wohlsten fühlst.

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Das richtige Stillkissen –für mehr Bequemlichkeit

Stillkissen sorgen nicht nur während der Stillzeit für eine angenehme Liege-und Schlafposition, sondern können auch schon in der Schwangerschaft verwendet werden. Solltest du bis dato noch nicht im Besitz eines Stillkissens sein, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich eines zuzulegen. Die praktischen Alltagshelfer sorgen nicht nur dafür, dass dein Baby es bequem und gemütlich hat, sondern entlasten auch deine Arme während des Stillens. Darüber hinaus kann sich dein Baby auch darin einkuscheln, wenn du es mal für einen Moment ablegst.

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Stillhütchen – bei Startschwierigkeiten

Nicht immer klappt das Stillen auf Anhieb. So kann es beispielsweise passieren, dass das Baby die Brust zu Beginn nicht richtig zu fassen kriegt. So genannte Stillhütchen können dir und deinem Baby dann das Stillen erleichtern.

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Eine Milchpumpe für alle Eventualitäten

Der Zweck einer Milchpumpe besteht darin, überschüssige Milch aus der Brust abzupumpen. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn die Brüste sehr voll sind, schmerzen und das Baby vielleicht gerade nicht trinken kann. Aber auch, wenn sie generell zu viel Milch haben oder die nächste Stillmahlzeit eventuell einer anderen Person überlassen möchten, kann der Einsatz einer Milchpumpe sinnvoll sein. Milchpumpen gibt es in elektrischen Varianten oder als einfache Handpumpe. Diese kannst du dir entweder kaufen oder einfach in der Apotheke ausleihen.

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1-2 Fläschchen

Auch wenn du dein Kind stillst, solltest du stets ein paar Milchfläschchen im Haus haben. Denn kommt es zu einer Phase, in der deine eigene Milch nicht mehr zum Stillen ausreicht, hast du immer noch die Möglichkeit etwas zu zufüttern. Aber auch, wenn du generell sehr viel bzw. zu viel Milch hast, kannst du im Vorfeld Milch abpumpen und für einen späteren Zeitpunkt aufbewahren. Aufbewahrte Muttermilch kann z.B. verwendet werden, um sich mal einen freien Abend zu gönnen und dem Partner oder einer anderen vertrauten Person das Füttern zu überlassen. Auch als Zusatz in der Badewanne wirkt Muttermilch wahre Wunder: So eignet sie sich hervorragend, um die zarte Babyhaut zu pflegen.

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Sterilisator, falls du die Fläschchen und die Stillhütchen nicht jedes Mal auskochen willst

Dass deine Stillutensilien stets sauber und einsatzbereit sein sollten, steht außer Frage. Für den Fall, dass du Stillhütchen und Fläschchen nicht nach jedem Gebrauch auskochen möchtest, lohnt sich die Anschaffung eines Sterilisators. Auf diese Weise bleibt dir mehr Zeit zum gemeinsamen Kuscheln.

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Eine gute Brustwarzenpflege

Stillen kann zwar eine der schönsten Erfahrungen des Lebens sein, aber auch mit großen Schmerzen verbunden sein. Nicht selten werden die Brustwarzen wund und rissig, z. B. weil Babys nicht richtig positioniert, angelegt oder abgenommen wurden. Gerade am Anfang sind die Brustwarzen noch sehr empfindlich und leicht reizbar. Eine gute Brustwarzenpflege unterstützt den Heilungsprozess und hilft dir dabei, die Schmerzen zu lindern. Hierfür eignen sich beispielsweise Wollwachs, Heilsalbe, Heilwolle oder sogar die Muttermilch selbst -vorausgesetzt, die Brust liegt frei und die Milch kann an der Luft trocknen.

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Mulltücher: Die praktischen Alleskönner

Unabhängig davon, ob du dein Baby stillst oder ihm die Flasche gibst, kann beim Füttern immer etwas daneben gehen, sei es beim Trinken selbst oder beim anschließenden „Bäuerchen machen“. Mulltücher oder andere Baumwolltücher eignen sich prima zum Abtupfen oder als Spucktuch, können aber auch anderweitig praktisch eingesetzt werden, z. B. als

  • Sonnenschutz über dem Kinderwagen
  • leichte Sommerdecke bei heißen Temperaturen
  • Wickelunterlage

oder später auch als Lätzchen.

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Gesunde Ernährung in der Stillzeit

Für eine optimale Versorgung des Säuglings ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung in der Stillzeit von entscheidender Bedeutung. Wie bereits erwähnt, enthält die Muttermilch prinzipiell alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe, die das Neugeborene für seine weitere Entwicklung benötigt. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich die Mutter selbst gesund und ausgewogen ernährt. Nur so kann eine ausreichende Nährstoffversorgung für Mutter und Kind sichergestellt werden.

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Regelmäßig trinken

Trinke täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Achte bei der Wahl des Tees auf eventuelle Nebenwirkungen und ungewünschte Effekte: Fencheltee oder Stilltee regen z.B. die Milchproduktion an, Pfefferminztee hingegen stoppt diese.

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Iss regelmäßig

Iss am besten fünf bis sieben kleinere Portionen am Tag. Das hilft dir, Heißhungerattacken und den Griff zu kalorienreichen Snacks zu vermeiden. Gerade am Anfang ist es oft schwer, genug Zeit zum Kochen zu finden. Koche dir z.B. Mahlzeiten vor und frierediese ein. So kannst du das fertige Essen bei Bedarf herausholen und aufwärmen. Nutze die Zeit, wenn dein Kleines schläft oder deine unmittelbare Zuneigung gerade nicht braucht, und bereite dir währenddessen ein paar gesunde Snacks für Zwischendurch vor.

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Iss viel Obst und Gemüse, Getreide und Kartoffeln

Dass Obst und Gemüse viele Vitamine enthalten, ist allgemein bekannt. Um zu vermeiden, dass diese durch das Garen verloren gehen, solltest du oft genug auf Rohkost zurückgreifen. Getreide, wie z.B. Dinkel, ist wiederum reich an Mineralstoffen und wirkt sich positiv auf Denkvermögen, Konzentration sowie Haut und Haare aus. Weizen solltest du grundsätzlich eher meiden, da es vergleichsweise nährstoffarm ist.

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Greife bevorzugt zu ballaststoffreichen Vollkornprodukten

Im Gegensatz zu raffiniertem Getreide enthalten Vollkornprodukte mehr Vitamine, wertvolle Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß. Zudem sind sie reicher an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern. Der Grund ist ganz einfach: In Vollkornprodukten sind die Keimlinge und Schale komplett enthalten und damit auch alles Gute des Getreides.

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Vorsicht mit Süßigkeiten

Da Süßigkeiten nachweislich ungesund sind, sind sie in der Regel nicht Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Achte deshalb darauf, Süßigkeiten selten und nur in Maßen zu genießen.

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Nahrungsergänzungsmittel unterstützen die gesunde Ernährung

Um dem erhöhten Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen in der Stillzeit gerecht zu werden, kann auch die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. So ist beispielsweise eine ausreichende Versorgung mit Jod für die körperliche und geistige Entwicklung deines Babys essentiell. Die Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) spielt hingegen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Gehirn und Augen.*

*Die positive Wirkung stellt sich ein, wenn zusätzlich zu der für Erwachsene empfohlenen Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren (d. h. 250 mg DHA und Eicosapentaensäure (EPA)) täglich 200 mg DHA eingenommen werden.

Quellen:
Eigene Erfahrungen 
https://www.stillkinder.de/eine-checkliste-fuer-das-anlegen/
Eigene Erfahrungen 
https://www.bfr.bund.de/de/nationale_stillkommission-2404.html
Elizabeth Hormann, Márta Guóth-Gumberger, Stillen, G&U