Mit Schwangerschaftsrechner Geburtstermin berechnen | Elevit

Kinderwunsch
Geburtstermin berechnen – erfahren, wann der Nachwuchs kommt

Für werdende Eltern gibt es kaum ein wichtigeres Datum als die erwartete Niederkunft. Mit dem Geburtstermin-Rechner lässt sich der Termin recht genau bestimmen, sodass ihr besser planen könnt.

Wie du den Geburtstermin mit dem Schwangerschaftsrechner berechnest

Möchtest du wissen, wann der Nachwuchs vermutlich das Licht der Welt erblicken wird? Um den Geburtstermin recht genau errechnen zu können, benötigst du nur das Datum der letzten Periode.

Die Formel zur Berechnung lautet:

Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage + 9 Monate
Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Ein Rechenbeispiel:
15. Juni 2016 + 7 Tage (= 22. Juni) + 9 Monate = 22. März 2017
Das Kind kommt also voraussichtlich am 22. März 2017 zur Welt.

Warum der errechnete Geburtstermin danebenliegen kann

Wer den Geburtstermin berechnen will, muss allerdings beachten, dass es sich nicht um eine exakte Wissenschaft handelt. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle. Ist dein Zyklus beispielsweise nicht stets genau gleich lang (und welcher Zyklus ist das schon?), kann sich der Geburtstermin bereits um einige Tage verschieben.

Medizinisch gesehen gelten sogar die letzten drei Wochen vor und die ersten zwei Wochen nach dem errechneten Datum noch als „pünktlich“ geboren.

Spannende Schwangerschaft: Wochen im Überblick

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es noch einige Wochen, in denen sich der Embryo zu einem vollständig ausgebildeten Baby entwickelt. Von der ersten bis zur letzten Schwangerschaftswoche gehen in deinem Körper die aufregendsten und spannendsten Entwicklungsprozesse vonstatten:

  • Schwangerschaftswochen 1-4: Die Eizelle wird von einem der Millionen Spermien befruchtet und nistet sich in der Gebärmutter ein.
  • Schwangerschaftswochen 5-8: Das Herz des Embryos beginnt zu schlagen, was in der Regel ab der achten Schwangerschaftswoche auf dem Ultraschall zu sehen ist.
  • Schwangerschaftswochen 9-12: Die Entwicklung ist ab dem dritten Monat deutlich zu erkennen: Nach den Gliedmaßen und Organen entwickeln sich Nase, Ohren und Zehen.
  • Schwangerschaftswochen 13-16: Die Verdauung beginnt. Ab jetzt kann der Fötus den bekannten Schluckauf bekommen.
  • Schwangerschaftswochen 17-20: Der Hörsinn entwickelt sich und das Ungeborene beginnt zu hören. Die ersten Bewegungen kann die Mutter oft spüren.
  • Schwangerschaftswochen 21-24: Geräusche und Licht werden vom Fötus wahrgenommen. Auch die Gewichtszunahme beschleunigt sich.
  • Schwangerschaftswochen 25-28: Die Lunge entwickelt sich. Kommt es jetzt zu einer Frühgeburt, steigen die Überlebenschancen.
  • Schwangerschaftswochen 29-32: Im achten Schwangerschaftsmonat bewegt sich das ungeborene Baby ziemlich heftig. Dann ist es im Durchschnitt 30 cm groß und 1.500 Gramm schwer.
  • Schwangerschaftswochen 33-40: Im neunten Monat ist die Entwicklung in der Regel vollständig abgeschlossen. Fett lagert sich in der Unterhaut an – und die Wehen dürfen die Geburt einleiten.

Geburtstermin überschritten – und jetzt?

Manche Kinder haben es besonders eilig, auf die Welt zu kommen, andere dagegen lassen sich viel Zeit – und strapazieren die Nerven der aufgeregten Eltern. Die Trödler sind übrigens in der Mehrheit: Über 60 Prozent der Babys werden in den zehn Tagen nach dem errechneten Datum geboren, nur 20 Prozent davor. Dennoch solltest du trotz der Unsicherheiten den Geburtstermin ausrechnen, um den Zeitraum rund um diesen Termin frei von weiteren Terminen zu halten. Schließlich gilt die biologische Regel: Ein Baby wählt den Zeitpunkt, um das Licht der Welt zu erblicken, selbst – und hält sich nicht an berechnete Termine und Zeiten.

Hast du deinen Geburtstermin mit dem Schwangerschaftsrechner ermittelt und ist er überschritten, ist das also kein Grund zur Beunruhigung.  Ab sofort überwacht der Gynäkologe deine Schwangerschaft genauer. Er überprüft den errechneten Geburtstermin, untersucht am CTG (Wehenschreiber) den allgemeinen Zustand des Ungeborenen. Gemeinsam mit deinem Arzt besprecht ihr die weitere Vorgehensweise und ob es eventuell besser für dein ungeborenes Baby ist, die Wehen künstlich einzuleiten. Generell sollten für eine Geburtseinleitung triftige Gründe vorliegen, wie eine Veränderung des Fruchtwassers. Bist du dir nicht sicher, bitte ruhig um Bedenkzeit. Das Gespräch mit Freunden und der Familie kann helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Wehen einleiten – das ist hilfreich

Hast du den Geburtstermin überschritten und dich gegen die künstliche Einleitung der Wehen entschieden, kannst du dem Körper selbst auf die Sprünge helfen. Manchmal braucht er nur eine kleine Hilfe, damit sich das ungeborene Baby auf den Weg begibt.

Mit diesen Tipps kannst du versuchen, die Wehen zu locken

  • Gehe an die frische Luft und unternimm kurze Spaziergänge. Achte darauf, den Körper nicht zu überanstrengen, denn das kann die Wehen eher hinauszögern.
  • Entspanne bei einem Bad, denn das lockert die Bauch- und Beckenmuskeln.
  • Habe Sex in einer geeigneten Stellung. Der Geschlechtsverkehr und der Orgasmus entspannen. Das Ejakulat bereitet den Muttermund mit dem Hormon Prostaglandin auf die Geburt vor.

Begleitet dich eine Hebamme während deiner Schwangerschaft, kann sie zum Beispiel mit einer Fußreflexzonen- oder einer Muttermundmassage sanft versuchen, die Wehen anzuregen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Ist dir die Muttermundmassage unangenehm oder schmerzt sie, gib umgehend Bescheid. Sollte die Hebamme Komplikationen oder Unregelmäßigkeiten feststellen, wird sie sich ohnehin an deinen Frauenarzt wenden und dich an ihn überweisen. Hast du dich noch nicht für eine Hebamme entschieden? Lies hier, wieso die Unterstützung schon während der Schwangerschaft sinnvoll sein kann und wie eine Hebamme dich auf dem Weg zum Geburtstermin unterstützt.