Kinderwunsch – wie oft muss ich Geschlechtsverkehr haben?

Wenn Sie möglichst schnell schwanger werden möchten, erhalten Sie hier wichtige Informationen zum Sex bei Kinderwunsch: Wie oft Sie Geschlechtsverkehr haben sollten, wann und in welcher Stellung.

 

Kinderwunsch: Brauche ich jeden Tag Geschlechtsverkehr?

Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, nach welchem System Sie am besten ein Baby bekommen können. Einige Fachleute setzen dabei auf die genaue Planung und empfehlen, nur zu bestimmten Tagen vor und nach dem Eisprung miteinander zu schlafen, damit die Qualität der Spermien möglichst hoch bleibt. Andere raten zu häufigem Sex, um schnell schwanger zu werden. Jeden Tag Geschlechtsverkehr zu haben, ist allerdings kontraproduktiv, da dies schnell zu Stress und Anspannung führen kann. Denn Sex als Pflichtprogramm wirkt ermüdend und schafft letztlich mehr Frust als Lust. Außerdem braucht Ihr Partner Zeit, damit sich sein Spermiendepot wieder füllen kann.

Paar unter Bettdecke

Weniger ist oft mehr

Generell ist regelmäßiger Geschlechtsverkehr bei Kinderwunsch der beste Weg, um möglichst schnell schwanger zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kinsey Instituts an der Indiana University. Dabei erforschten die Wissenschaftler, ob und wie häufiger Sex das Immunsystem der Frau beeinflusst. Nach Ansicht von Forschungsleiter Tierny Lorenz wehrt das weibliche Immunsystem normalerweise Eindringlinge wie potenzielle Krankheitserreger ab. Dazu können auch die männlichen Spermien gehören. Haben Frauen mit Kinderwunsch jedoch regelmäßig jeden zweiten oder dritten Tag Geschlechtsverkehr, gewöhnt sich das Immunsystem an die Samenzellen. Diese haben dadurch eher die Chance, in die Gebärmutter eindringen und eine Eizelle befruchten zu können.

Wann sollte ich Geschlechtsverkehr haben?

Entscheidend für den Kinderwunsch ist auch, wann Sie Geschlechtsverkehr haben. Denn im monatlichen Zyklus gibt es ausschließlich einige wenige fruchtbare Tage. Generell gilt der Zeitpunkt rund um den Eisprung als beste Zeit, schwanger zu werden. Die weibliche Eizelle selbst ist nur 12 bis 24 Stunden lang befruchtungsfähig. Die männlichen Spermien dagegen können in der Gebärmutter fünf bis sechs Tage überleben. Daher ist häufiger Geschlechtsverkehr vor und während des Eisprungs besonders zielführend. Es gibt inzwischen Rechner und Tabellen, mit denen Sie die fruchtbaren Tage bestimmen können. Die Berechnungen sind relativ genau und unterstützen die Planung von Paaren mit Kinderwunsch. Wie oft Sie in dieser Zeit Geschlechtsverkehr haben, bleibt ganz Ihnen und Ihrer Lust überlassen.

Generell gilt der Zeitpunkt rund um den Eisprung als beste Zeit, schwanger zu werden.

Der Orgasmus der Frau fördert die Befruchtung

Wichtiger als die Häufigkeit ist allerdings die Intensität des Beischlafs. Schieben Sie daher die wissenschaftlichen Aspekte und Ratschläge während des Beischlafs beiseite und genießen Sie vor allem die intime Zeit zu zweit. Übrigens wirkt sich auch der weibliche Orgasmus positiv auf die Befruchtung der Eizelle aus. Zu diesem Schluss gelangt der Gynäkologe und Reproduktionsmediziner Johannes Huber aus Wien. Beim Orgasmus wird demzufolge eine große Menge des Botenstoffes Oxytocin frei. Das sorgt dafür, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht. Kommt der Mann zum gleichen Zeitpunkt zum Orgasmus, haben es die Samenzellen durch die Kontraktionen leichter, zur Eizelle zu gelangen. Außerdem kann der Orgasmus der Frau auch spontan einen Eisprung auslösen, wenn der Geschlechtsverkehr zu den fruchtbaren Tagen stattfindet. Dies kann eine Schwangerschaft zusätzlich begünstigen.

Welche Stellung ist optimal bei Kinderwunsch?

Zum Schwanger-Werden ist die beste Stellung eine Position, in der das Sperma möglichst weit vor die Gebärmutter gebracht wird. Dazu gehören vor allem:

  • Missionarsstellung
  • Hündchenstellung
  • Sex von der Seite

Generell eignet sich zum Schwangerwerden eine Stellung, bei der die Spermien den Gesetzen der Schwerkraft folgen können. Also Positionen, bei denen der Mann auf der Frau liegt und/oder bei denen sein Glied tief eindringen kann. Sex im Sitzen oder Stehen wirkt der Schwerkraft entgegen und ist daher eher ungeeignet für Frauen, die schwanger werden möchten. Die Stellung sollte außerdem für beide Partner bequem sein und Lust bereiten. Das ist beim Geschlechtsverkehr zur Familienplanung am wichtigsten.

Kissenschlacht

Weitere Tipps und Maßnahmen bei Kinderwunsch

Wie und wie oft Sie Geschlechtsverkehr haben, bildet eine wichtige Basis für eine zeitige Schwangerschaft. Daneben ist auch ein Besuch beim Frauenarzt ratsam, wenn Sie ein Baby bekommen möchten. Er wird im Rahmen einer Untersuchung feststellen, ob Sie körperlich fit und bereit für eine Schwangerschaft sind. Außerdem kann er anhand einer Blutuntersuchung sehen, ob Sie eventuell Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Mineralstoffe, Folsäure oder Eisen benötigen. Auch eine bewusste Ernährung ist von jetzt ab für Sie und Ihren Partner wichtig. Sie sorgen damit für optimale Voraussetzungen, damit ein gesundes Baby in Ihrem Bauch wachsen kann. Bei Ihrem Partner gewährleistet eine ausgewogene Kost mit vielen Vitaminen und Spurenelementen eine hochwertige Spermienqualität. Daneben gibt es weitere Maßnahmen für Männer mit Kinderwunsch, um den Prozess positiv zu beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol
  • Regelmäßig Sport
  • Gezielter Stressabbau
  • Liebevolle Unterstützung der Partnerin

Zeit für Zärtlichkeit statt Sex nach Plan

Wichtig ist vor allem, dass Sie beide möglichst entspannt und ohne Druck an die Sache herangehen. Denn zu hohe Erwartungen führen zu Stress und Unwohlsein und verhindern womöglich, dass sich Ihr Kinderwunsch erfüllt. Wie oft Sie Geschlechtsverkehr haben und wann, ist im Grunde zweitrangig. Hauptsache, Sie und Ihr Partner haben regelmäßig Zeit für einander. Zum Kuscheln, Verliebtsein und Pläneschmieden. Gehen Sie öfter einmal zusammen aus, genießen Sie die frische Luft oder verreisen Sie. In einer glücklichen Partnerschaft klappt es mit dem Nachwuchs oftmals von ganz allein.

 

Mädchen oder Junge: Ist es möglich, das Geschlecht zu beeinflussen?

Jede Frau wünscht sich in erster Linie selbstverständlich ein gesundes Kind – das ist immer die Hauptsache. Darüber hinaus hoffen die Eltern in spe aber auch häufig auf ein bestimmtes Geschlecht, zum Beispiel, wenn noch ein Brüderchen für die erstgeborene Tochter geplant ist. Um die Chancen auf einen Jungen oder ein Mädchen zu erhöhen, gibt es zahlreiche Tricks und Mythen im Internet. Eine konkrete Wissenschaft zu diesem viel diskutierten Thema ist leider noch nicht bekannt, dennoch schwören einige Paare auf bestimmte Techniken, um ein Baby mit Wunschgeschlecht zu zeugen.

Möchten Sie die Wahrscheinlichkeit auf einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen steigern, kann es sich lohnen, die folgenden Empfängnis-Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

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Mit der Shettles-Methode zur Geschlechterbestimmung

Weibliche Spermien bewegen sich langsamer und überleben länger im Uterus der Frau. Basierend auf dieser – wissenschaftlich erhärteten – Erkenntnis stellte ein Doktor Landrum Shettles fest, dass Paare die Chancen auf ein Mädchen erhöhen können, wenn sie einige Tage vor der Ovulation Geschlechtsverkehr haben. Denn bis zum Zeitpunkt des Eisprungs befinden sich mit großer Wahrscheinlichkeit mehr weibliche Spermien in der Gebärmutter. Möchten hoffnungsvolle Eltern lieber einen Jungen zeugen, ist der Beischlaf möglichst nah zum Termin des Eisprungs oder am besten natürlich am Tag der Ovulation ideal. Dann sollen die Chancen besonders hoch sein, dass die schneller schwimmenden Y-Chromosomen eher die Eizelle erreichen.

Die chinesische Mondtabelle zur Wahl des Geschlechts

Vor etwa 700 Jahren erstellte ein chinesischer Wissenschaftler die chinesische Mondtabelle. Bis heute soll sich mit diesem Diagramm das Geschlecht des Kindes mit einer 90-prozentigen Genauigkeit bestimmen lassen. Dazu werden das Alter der Mutter und die Zeit der Empfängnis bzw. der Zeugungsmonat hinzugezogen. Anhand der Tabelle lässt sich so einfach erkennen, in welchem Monat Sie voraussichtlich eher einen Jungen oder ein Mädchen zeugen können.

Alkalische Ernährung oder Säure-Diät – um einen Jungen zu zeugen

Nach einem Volksglauben schaden säurehaltige Speisen den männlichen Spermien. Möchten Sie gerne einen Erben in die Welt setzen, sollten Sie entsprechend auf Beeren, Milchprodukte, Mais und Weizen verzichten und sich besser für salzige Lebensmittel, Bananen und ganz viel Gemüse entscheiden. Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass Frauen, die mehr Kalorien zu sich führen, eher dazu tendieren, einen Jungen zu bekommen.

Ein Orgasmus für eine erhöhte Chance auf einen Sohn

Eine weitere Theorie besagt, dass ein Orgasmus eine alkalische Flüssigkeit im Uterus erzeugt, die für männliche Spermien einladender ist als für weibliche. Zusätzlich sollen die Kontraktionen der Gebärmutter während des Höhepunkts die schnellen männlichen Spermien näher an die Eizelle heranschieben.

Bessere Geschlechterwahl – dank der Boxershorts für ihn

Es wird vermutet, dass männliche Spermien hitzeempfindlicher sind als weibliches Sperma. Möchten Sie Ihre Chancen auf einen Jungen erhöhen, bitten Sie Ihren Mann, über eine längere Zeit Boxershorts zu tragen, um unnötige Hitzequellen zu vermeiden.

Die richtige Position zum Zeugen von Mädchen oder Jungen

Möchten Sie ein Mädchen zeugen, empfiehlt Shettles eine Position mit der bestmöglichen Eindringtiefe – wie zum Beispiel die Missionarsstellung. Die Spermien gelangen auf diese Weise umgehend in das saure Milieu der Scheide, das für männliches Sperma eher ungünstig sein soll. Die langsameren weiblichen Spermien haben außerdem eine bessere Chance, die männlichen Kontrahenten auf dem kürzeren Weg bis zur Eizelle zu schlagen.

So beeinflusst der männliche Kaffeekonsum das Geschlecht

Koffein soll die Spermien angeblich aktiver machen. Wünschen Sie sich einen Sohn, bitten Sie Ihren Mann einfach, mehr Kaffee zu trinken. So erreichen die schnellen männlichen Spermien vielleicht noch rasanter die Eizelle. Aber aufgepasst: Ein gesundes Maß sollte Ihr Mann dabei nicht überschreiten – denn dann kann sich der gute Wille schnell negativ auswirken. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung machen Sie auf jeden Fall alles richtig.