Tipps zur Nahrungs­ergänzung vor der Schwangerschaft

Schon vor einer Schwangerschaft ist Nahrungsergänzung sinnvoll, um die Fruchtbarkeit zu steigern und den Körper mit Nährstoffen zu versorgen, von denen später das Baby profitieren kann.

 

Nahrungsergänzung fängt schon bei Kinderwunsch an

Den meisten Menschen ist die Bedeutung von Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft bekannt. Dann hat die werdende Mutter einen gesteigerten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, um das ungeborene Kind mitzuversorgen. Doch schon dann, wenn der Kinderwunsch entsteht, lohnt es sich, zusätzliche Nährstoffe aufzunehmen und damit die Fruchtbarkeit zu steigern. Der Körper profitiert ganz allgemein von der Zufuhr dieser Vitamine und Mineralstoffe.

Paar mit Apfel am Marktstand

Dies gilt nicht nur für die Frau: Auch der Mann sollte vor einer geplanten Schwangerschaft Nahrungsergänzung in Erwägung ziehen, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Zinkmangel kann beispielsweise die Spermienqualität negativ beeinflussen, sodass der Mann einerseits weniger gesunde Spermien produziert und andererseits die vorhandenen Spermien weniger beweglich sind. Sie tun sich schwerer damit, die Eizelle überhaupt zu erreichen.

Bei einer ausgewogenen Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Fisch ist das Risiko eines Vitaminmangels zwar geringer als bei einer Ernährung, die vor allem aus Fertigprodukten und Fast Food besteht. Jedoch sind selbst in Industrieländern wie Deutschland häufig unerkannte Mangelerscheinungen zu verzeichnen. Stellen Sie deswegen zunächst Ihre Ernährung ganz allgemein auf den Prüfstand und überlegen Sie, welche gesunden Lebensmittel ruhig häufiger auf Ihrem Speiseplan erscheinen dürfen, um den Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Welche Nahrungsergänzung bei Kinderwunsch?

Zu den wichtigsten Mikronährstoffen, also Vitaminen und Mineralstoffen, zählen für Frauen Eisen, Folsäure und Jod. In der Schwangerschaft steigen der tägliche Eisenbedarf von 15 mg auf das Doppelte, der Folsäurebedarf um 50 Prozent und der Bedarf an Jod um 15 Prozent. Dabei ist insbesondere Eisen- und Folsäuremangel heute weit verbreitet, ohne dass es den Frauen bewusst ist.

Einer Studie der Bundesärztekammer zufolge ist fast die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter von Eisenmangel betroffen. Dies liegt vor allem an der Periode und dem mit ihr einhergehenden Blutverlust. Eisenmangel führt u. a. zu Müdigkeit und Unkonzentriertheit sowie zu Kopfschmerzen und Blässe. Bleibt der Eisenmangel über einen längeren Zeitraum bestehen, kann es sogar zu einer Anämie (Blutarmut) kommen.

Folsäure ist von vergleichbar großer Bedeutung. Dieser Mikronährstoff gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist an der Zellbildung und Zellteilung beteiligt. Kommt es während der Schwangerschaft zu einem Mangel an Folsäure, steigt das Risiko des Kindes, mit Missbildungen wie Spina bifida (offener Rücken) zur Welt zu kommen. Da das Folsäuredepot der Frau bereits einige Wochen vor der Schwangerschaft aufgefüllt werden sollte, lohnt sich direkt mit Aufkommen des Kinderwunsches die Nahrungsergänzung mit Folsäure. So ist der Körper gut vorbereitet, wenn es zur Befruchtung kommt.

Jodmangel wiederum kann das Risiko für Fehlgeburten erhöhen und die geistige Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Wie bei der Folsäure ist es sinnvoll, den internen Speicher des Körpers frühzeitig zu füllen, sodass der Fötus nach der Empfängnis direkt gut versorgt wird.

Mikronährstoffe über das Essen aufnehmen

Bei einer ausgewogenen Ernährung mit Lebensmitteln aller Gruppen mindern Sie das Risiko von Mangelerscheinungen enorm. Eisen wird dem Körper vor allem über Fleisch zugeführt. Frauen, die sich besonders "leicht" ernähren und vor allem Gemüse, Obst, Pasta und andere kohlenhydratreiche Produkte verzehren, riskieren schnell einen Eisenmangel und sollten darauf achten, hin und wieder z. B. ein eisenhaltiges Steak zu verzehren. Zwei fleischhaltige Mahlzeiten pro Woche reichen völlig. Falls Sie auf eine rein vegetarische Ernährung Wert legen, achten Sie auf besonders eisenhaltige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte aus Weizen, Hirse und Hafer.

Folsäure kann vom Körper nicht gespeichert werden, sodass die tägliche Zufuhr dieses Vitamins wichtig ist. Besonders reich an Folsäure sind grüne Gemüsesorten wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl. Allerdings ist Folsäure sehr flüchtig und verträgt keine Hitze. Dämpfen Sie das Gemüse nur sanft oder, besser noch, verzehren Sie es roh als grünen Smoothie. Der gesteigerte Folsäurebedarf während der Schwangerschaft kann jedoch durch die normale Ernährung kaum gedeckt werden, sodass Mediziner bei einer Schwangerschaft zur Nahrungsergänzung raten.

Jod wird seit Jahren dem im Handel verkauften Speisesalz beigemischt, um dem früher weit verbreiteten Jodmangel in der Bevölkerung zu begegnen. Daneben sind Meeresfische wie Seelachs, Milch und Milchprodukte gute Jodlieferanten. Setzen Sie etwa zweimal pro Woche frischen Fisch auf den Speiseplan und essen Sie öfter mal einen Joghurt.

Wann ist Nahrungsergänzung bei Kinderwunsch sinnvoll?

Neben Folsäure, Eisen und Jod benötigt der Körper vor und während der Schwangerschaft noch viele andere Spurenelemente wie Magnesium und Zink. Eine ausreichende Zufuhr an Magnesium ist wichtig für die Gesundheit der Körperzellen. Ein Mangel beeinträchtigt die Fruchtbarkeit bei der Frau wie beim Mann. Zinkmangel beeinflusst den Stoffwechsel im Körper negativ und kann sich so ebenfalls auf die Fruchtbarkeit auswirken. Nicht zuletzt sollte Ihr Körper mit allgemein wichtigen Mikronährstoffen wie Vitamin C, Vitamin D und Kalzium versorgt sein.

Neben der gesunden Ernährung kann eine Nahrungsergänzung bei Kinderwunsch sehr sinnvoll sein, um dem Körper alle wichtigen Mikronährstoffe zu liefern. Eine "Überversorgung" des Körpers ist in der Regel nicht möglich.

Mit der richtigen Nahrungsergänzung vor der Schwangerschaft ist Ihr Körper dann gut vorbereitet, das werdende Leben zu versorgen und ihm eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

 

Kinderwunsch  warum sind Vitamine so wichtig?

Eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen ist vor und während der Schwangerschaft von großer Bedeutung für die kindliche Entwicklung und die Gesundheit der werdenden Mutter.

Frauen und Mädchen beim Kochen

Folsäure  das Wachstumsvitamin

Folsäure gehört zu den B-Vitaminen und kann vom Körper nicht selbst produziert werden. Deshalb muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Enthalten ist Folsäure vor allem in grünem Blattgemüse und Salaten wie Spinat, Rucola oder Kohl. Aber auch Sojabohnen, Weizenkleie und Vollkornprodukte enthalten Folsäure. Schwangere Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure, der sich nur schwer allein über die Nahrung decken lässt. Deshalb empfehlen Frauenärzte Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch die tägliche Einnahme von Folsäure-Präparaten. Damit sich eine ausreichende Menge Folsäure im Körper der Frau aufbauen kann, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, bereits mindestens einen Monat vor Schwangerschaftsbeginn mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen.

Folsäure  Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung des Kindes

Ein Folsäuremangel kann beim ungeborenen Kind zu Fehlentwicklungen führen, denn das Vitamin B ist im Körper für die Zellteilung, die Blutbildung und viele Wachstumsprozesse verantwortlich. Das größte Risiko bei einem Folsäuremangel ist ein Neuralrohrdefekt: Die Fehlbildungen am zentralen Nervensystem entstehen bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft und führen dazu, dass sich das Neuralrohr des Ungeborenen nicht richtig schließt. Die Folge können Fehlbildungen wie ein offener Rücken (Spina bifida) oder Fehlentwicklungen des Gehirns sein.

Tägliche Einnahme von Folsäure

Gerade weil sich das Neuralrohr bereits in den ersten Schwangerschaftswochen bildet und viele Frauen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind, empfehlen Frauenärzte ihren Patientinnen mit Kinderwunsch die tägliche Einnahme von Folsäure bereits vor der Schwangerschaft.

Schwangerschaft – fettlösliche Vitamine

Die Vitamine A, D und E gehören zu den fettlöslichen Vitaminen: Sie können im Körper gespeichert werden. Die Versorgung mit diesen Vitaminen ist für schwangere Frauen sehr wichtig.

Vitamin A in der Schwangerschaft

Die ausreichende Versorgung mit Vitamin A ist während der Schwangerschaft von enormer Bedeutung, denn das fettlösliche Vitamin ist für viele Wachstumsprozesse verantwortlich. Der Körper braucht Vitamin A insbesondere für Augen, Haut, Knochen und Schleimhäute. Auch für ein funktionierendes Immunsystem ist Vitamin A wichtig. Während der Schwangerschaft ist der Bedarf für die Vielzahl an wichtigen Prozessen leicht erhöht.

Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D kann der Körper ausschließlich mithilfe von Sonnenlicht produzieren. Deshalb leiden Menschen in nördlichen Breiten häufig unter einem Vitamin-D-Mangel. Dieser kann zu Schwangerschaftskomplikationen und Fehlentwicklungen beim Kind wie Lungenerkrankungen, Defizite beim Knochenbau oder Diabetes Mellitus führen. Regelmäßige Aufenthalte im Freien und in der Sonne stimulieren die körpereigene Vitamin-D-Produktion. Ergänzend kann ein Vitamin-D-Präparat eingenommen werden.

Vitamin E in der Schwangerschaft

Das Zellschutzvitamin E schützt Körperzellen vor freien Radikalen. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung besteht in der Regel weder die Gefahr eines Vitamin-E-Mangels noch einer Überdosierung.

Schwangerschaft – wasserlösliche Vitamine

Die Vitamine C und B gehören zu den wasserlöslichen Vitaminen, d. h. sie können nicht vom Körper gespeichert werden. Bei einer Nichtverwertung werden sie einfach wieder ausgeschieden. Die Gefahr einer Überdosierung besteht deshalb nicht.

Vitamin C in der Schwangerschaft

Das bekannteste aller Vitamine ist das Vitamin C. Es ist vor allem in frischem Obst und Gemüse enthalten. Vitamin C stärkt das Immunsystem und fängt schädliche freie Radikale ab. Während der Schwangerschaft ist Vitamin C wichtig, da es das Immunsystem des Ungeborenen stärkt und für ein gesundes Wachstum sorgt. Außerdem fördert es die Aufnahme von Eisen im Körper der werdenden Mutter. Ein Vitamin-C-Mangel kann zu Wachstumsstörungen bei der Knochenentwicklung führen.

Vitamin B12 und B6 in der Schwangerschaft

Ein Mangel an Vitamin B12 und Vitamin B6 kann bei dem ungeborenen Kind zu schwerwiegenden Mangelerscheinungen wie Blutarmut und Magen-Darm-Beschwerden führen. Im ungünstigsten Fall kann ein Vitamin-B12-Mangel sogar das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Vitamin B6 trägt zum Aufbau des körpereigenen Eiweißes bei und fördert die Blutbildung. Vitamin B12 ist für die Bildung der Roten Blutkörperchen unverzichtbar und unterstützt die Zellteilung. Neben einer gesunden Ernährung mit viel Fisch und Milchprodukten sollten Schwangere zusätzlich ein Präparat einnehmen, das Mutter und Kind mit diesen lebenswichtigen B-Vitaminen versorgt.

Biotin in der Schwangerschaft

Biotin, auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt, zählt ebenfalls zu den Vitaminen des B-Komplexes. Das wasserlösliche Vitamin ist im Körper für gesunde Haut, Haare und Nägel verantwortlich. Während der Schwangerschaft ist die Versorgung mit Biotin wichtig, da es an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Über die Nahrung können Sie Biotin mit Milch, Eiern, Nüssen oder Haferflocken aufnehmen.

Versorgen Sie sich mit allen wichtigen Vitaminen

Nicht nur vor und während der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit haben Frauen einen erhöhten Bedarf an Vitaminen. Spezielle Mikronährstoffkomplexe versorgen Ihren Körper und Ihr Kind in ausreichender Menge mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Neben Folsäure, Jod und Eisen enthält ein solches Präparat die Vitamine C, D, E, A, B1, B2, B6, B12, Biotin und Niacin sowie weitere wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Mit dieser Nahrungsergänzung sind Sie und Ihr Baby umfangreich versorgt.

 

Spurenelemente – Eisen, Zink & Co in der Schwangerschaft

Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Spurenelementen wie Zink, Eisen und Magnesium unterstützt vor der Schwangerschaft die Fruchtbarkeit und fördert die gesunde Entwicklung des Babys.

Paar schaut auf Laptop-Bildschirm

Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen, Folsäure & Co ist essenziell für das gesunde Wachstum Ihres Babys im Mutterleib. Auch bei aufkommendem Kinderwunsch und dem Beginn der Familienplanung spielen Spurenelemente bereits eine wichtige Rolle, so unterstützt z.B. Zink die Fruchtbarkeit. Auch Männer profitieren von diesen Nahrungsbestandteilen. Bei ihnen sorgen vor allem Selen und Zink für eine gute Spermienqualität. Ein Grund mehr, schon vor dem Schwangerwerden auf eine ausreichende Zufuhr von Spurenelementen & Co zu achten.

Moderne Ernährung begünstigt Mangel an Spurenelementen

Bereits 2008 hat das Max Rubner-Institut in Karlsruhe im Rahmen der Nationalen Verzehrstudie II nachgewiesen, dass bei vielen Menschen ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen besteht. Grund dafür ist laut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel unser Ernährungsstil, bei dem vermehrt einfache Kohlenhydrate wie Weißbrot, Pasta oder raffinierter Zucker auf dem Speiseplan stehen. Lange Transportwege sowie Überdüngung tragen zudem dazu bei, dass auch Obst und Gemüse weniger Vitamine und Spurenelemente enthalten als früher. Bei Kinderwunsch oder einer Schwangerschaft lohnt sich daher ein genauer Blick auf den Speisezettel. Denn neben dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin spielt eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen wie Eisen, Jod oder Zink eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Mutter und Kind. Einige Spurenelemente sind vor und während der Schwangerschaft ganz besonders wichtig.

Eisen für die Blutbildung

An Eisen mangelt es vielen Frauen in der Schwangerschaft. Dieses ist aber besonders wichtig, denn Ihr Körper benötigt es für die Blutbildung. Wenn ein Baby in Ihrem Bauch wächst, steigt der Bedarf an Eisen rapide an. Im Schnitt benötigen Schwangere anstatt der üblichen 15 mg nun bis zu 30 mg pro Tag. Viele Frauen tun sich schwer, diese Mengen allein mit der Nahrung aufzunehmen. Die Folge ist Blutarmut: die sogenannte Eisenmangel-Anämie. Die Schwangere zeigt dabei Symptome wie

  • Müdigkeit
  • Blasse Haut
  • Geringe Belastbarkeit
  • Kopfschmerzen
  • Atemnot
  • Schwindel

Schon bei Kinderwunsch auf eisenreiche Nahrung achten

Eine ausreichende Versorgung mit Eisen vor der Schwangerschaft gibt Ihnen und Ihrem Baby einen guten Start. Bauen Sie dazu bewusst eisenreiche Nahrungsmittel in Ihren Speiseplan ein:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Linsen
  • Grünes Gemüse
  • Vollkornprodukte

Außerdem können Sie Ihren Körpern durch Vitamin C bei der Aufnahme von Eisen unterstützen. Trinken Sie dafür beispielsweise ein Glas Orangensaft oder verdünnten Zitronensaft zu den Mahlzeiten.

Selen für eine gesunde Schwangerschaft

Selen gehört zu den wichtigsten Antioxidantien und beeinflusst zudem unmittelbar die Fruchtbarkeit der Frau. Im Rahmen einer Studie fand Dr. Hugh Harris zusammen mit seinem Team heraus, dass Selen in großen Mengen an den Eifollikeln vorhanden ist. Diese Follikel produzieren die weiblichen Eizellen. Selen macht dort schädliche freie Radikale unschädlich und sorgt für ein gesundes Umfeld, in dem kräftige Eizellen heranreifen können. Gleichzeitig konnten Forscher an der polnischen Universität Wrocławski nachweisen, dass ein Selenmangel beim Mann Auswirkungen auf die Spermienqualität und -aktivität hat. Aus diesem Grund ist Selen inzwischen in vielen hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln für Paare mit Kinderwunsch und schwangere Frauen enthalten. Auch der Genuss von zwei bis drei Paranüssen pro Tag kann schon einem Selenmangel vorbeugen.

Wichtiger Baustein Jod

Für Schilddrüse und Knochen sowie die gesunde geistige Entwicklung benötigt das Kind während der Schwangerschaft Jod. Schon ab der zehnten Woche beginnt der Embryo, selbstständig Schilddrüsenhormone zu produzieren. Dadurch steigt der Jodbedarf der Mutter. Daher sollten Sie schon vor Beginn der Schwangerschaft ausreichend Jod zu sich nehmen, damit später kein Mangel auftritt. Das gelingt am besten mit zwei bis drei Portionen Seefisch pro Woche. Ist das nicht möglich, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie stattdessen vorsorglich ein Jodpräparat einnehmen sollten.

Auch Zink unterstützt die Schwangerschaft

Zink trägt zur Entwicklung einer befruchtungsfähigen Eizelle bei und aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die männlichen Spermien und die weibliche Fruchtbarkeit ist die vermehrte Einnahme von Zink bei Kinderwunsch ratsam. Zink sorgt beim Mann für gesunde und aktive Samenzellen, außerdem reguliert es den Energieverbrauch der Spermien in den Hoden. Dadurch sind diese Spermien auf dem Weg zur Gebärmutter aktiver, wodurch die Chance auf eine Befruchtung der Eizelle steigt. Auch die Frau profitiert von der Einnahme von Zink. Bei Kinderwunsch beeinflusst das Spurenelement die Bildung der Sexualhormone Östrogen und Progesteron. Außerdem unterstützt Zink während der Schwangerschaft eine gesunde Entwicklung des Ungeborenen und kann  eine vorzeitige Plazentaablösung vorbeugen.

Omega-3-Fettsäuren und Magnesium

In der Schwangerschaft ist eine ausreichend hohe Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, den sogenannten Omega-3-Fettsäuren, bedeutsam. Sie leisten einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung von Gehirn und Netzhaut Ihres Babys. Außerdem spielen sie im Hormonhaushalt und im Immunsystem eine wichtige Rolle. Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren für die Schwangerschaft sind:

  • ALA (alpha-Linolensäure)
  • EPA (Eicosapentaensäure)
  • DHA (Docosahexaensäure)

In der Schwangerschaft können Sie diese Fettsäuren über fetten Seefisch sowie pflanzliche Öle aufnehmen. Auch Nahrungsergänzungsmittel helfen Ihnen, Ihren Bedarf an essenziellen Fettsäuren gezielt zu decken.

Das letzte wichtige Spurenelement für Babyplanung und Schwangerschaft ist Magnesium. Neben Folsäure und Jod gehört es zu den bedeutendsten Bausteinen für die gesunde körperliche Entwicklung Ihres Kindes. Außerdem kann Magnesium die Schwangerschaft begünstigen, indem es wie Zink und Selen den Spermien auf die Sprünge hilft und die Fruchtbarkeit der Frau unterstützt.