Baby ja oder nein? Diese Liste hilft bei der Entscheidung

Soll ich ein Kind bekommen oder lieber noch warten? Mit dieser Frage hadern zahllose Frauen. Diese praktische Checkliste lädt zum Nachdenken ein unterstützt Sie bei der Entscheidungsfindung!

 

 

Ein Baby: Ja oder nein? Diese Frage lässt sich nicht so ohne Weiteres beantworten. Stellen Sie sich selbst mit der folgenden Checkliste auf den Prüfstand. Die Fragen können Sie zum Nachdenken anregen, ob schwanger werden zu diesem Zeitpunkt die bessere Option ist.

Baby auf Teppich mit Spielzeug

 

Ganz allgemein: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Leben?

  • Es geht mir hervorragend, es soll immer so weitergehen.
  • Ich habe das Gefühl, dass mir etwas im Leben fehlt.
  • Ich bin eher unzufrieden, weiß aber nicht, woran es liegt.
  • Mir und meinem Partner fehlt nur noch ein Kind zum Glück.
  • Ich bin absolut unzufrieden und unglücklich mit meinem Leben.

 Wie sieht Ihr Alltag aus?

  • Ich langweile mich häufig und verbringe zu viel Zeit vor dem Fernseher.
  • Ich lasse keine Party aus – auch wochentags.
  • Wochentags lebe ich fast nur für die Arbeit und gehe dafür am Wochenende aus.
  • Keine Ahnung. Ich mache immer wieder spontan neue Dinge.
  • Ich mag es eher ruhig und treffe mich nur ab und zu mit Freunden.

 Wie sieht es im Berufsleben aus?

  • Ich habe einen sicheren Arbeitsplatz.
  • Ich bin arbeitslos, hoffe aber bald etwas zu finden.
  • Ich hangele mich so durch, aber es geht immer wieder gut.
  • Was soll der ewige Kampf um Anerkennung und Aufstieg?
  • Ich habe ehrgeizige Karrierepläne.

Schwanger werden ja oder nein?

Zum Schwangerwerden gehören immer zwei. Wie sieht es in Ihrem Liebesleben aktuell aus?

  • Wir sind glücklich verheiratet und sehnen uns nach einer Familie.
  • Ich habe mich gerade wieder total verliebt.
  • Ich lebe mit meinem Partner zusammen, aber die Luft scheint raus.
  • Ich bin auf der Suche nach Mr. Right.
  • Ab und zu kurze Geschichten, mehr will ich gerade gar nicht.

Wie würden Sie die Beziehung Ihrer Eltern bezeichnen, die Sie Ihr Leben lang beobachtet haben?

  • Ich bewundere sie, weil sie noch immer glücklich zusammen sind.
  • Meine Eltern sind längst geschieden und mit anderen Partnern zusammen.
  • Sie haben so manchen Sturm überwunden, das hat sie zusammengeschweißt.
  • Sie sind wohl nur noch zusammen, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben.

Wie sieht Ihre Beziehung zu Ihrer Mutter aus?

  • Meine Mutter ist auch meine beste Freundin.
  • Wir reden seit Jahren nicht mehr miteinander.
  • Naja, wie es halt so ist: Ich rufe einmal die Woche bei ihr an.
  • Irgendwie streiten wir uns immer, sobald wir uns sehen.
  • Wir kommen gut miteinander aus, sehen uns aber nur selten.

Wie stellen Sie sich Ihr Leben in zehn Jahren vor?

  • Keine Ahnung, so lange plane ich nicht!
  • Wie das meiner Eltern: Reihenhaus, zwei Kinder, ein Hund.
  • Bis dahin bin ich ausgewandert und habe eine Strandbar in der Karibik aufgemacht.
  • Toller Job mit gutem Einkommen, Villa mit Pool und SUV vor der Tür.
  • Mein Leben ist so unsicher, dass ich nicht mal weiß, wie es zum Ende des Jahres aussieht.

Kind bekommen ja oder nein?

Wie ist Ihr Verhältnis zu Kindern im Allgemeinen?

  • Sie nerven mich und ich gehe ihnen aus dem Weg.
  • Ich liebe Kinder und möchte jedes Kind knuddeln, das ich sehe.
  • Meine Freundinnen fragen mich immer als Erste, ob ich babysitten mag.
  • Ich stehe Kindern skeptisch gegenüber, bin aber überzeugt, dass es bei meinen eigenen Kindern anders sein wird.

Was tun Sie, wenn Sie ein Baby laut weinen hören?

  • Ich mache mir große Sorgen und frage die Eltern, ob mit dem Kind alles okay ist.
  • Ich werfe den Eltern böse Blicke zu. Warum bringen sie das Gör nicht zum Schweigen?
  • Ich versuche es zu ignorieren.
  • Ich möchte das Baby am liebsten in den Arm nehmen und trösten.
  • Ich bin genervt.

Ihre Freundin bittet Sie spontan, abends als Babysitter einzuspringen. Wie reagieren Sie?

  • Geht absolut nicht, ich hab eine Verabredung …mit meinem Fernseher.
  • Ich springe widerwillig ein, weil ich meiner Freundin einen Gefallen tun möchte, und habe Angst, dass etwas schiefgeht.
  • Kein Problem, ich bin schon unterwegs zu meiner Freundin und habe für das Kind ein spannendes neues Spielgerät eingepackt.
  • Ich muss schweren Herzens ablehnen, weil ich bereits teure Konzertkarten mit meinem neuen Liebsten habe.
  • Ich schicke den Liebsten mit seinem Kumpel ins Konzert, weil ich klammheimlich sowieso lieber mit dem Kind zum x-ten Mal "Frozen" gucke.

Soll ich ein Kind bekommen?

Worauf würden Sie für Kinder verzichten?

  • Die große Karriere mit üppigem Gehalt
  • Meinen Schlaf
  • Urlaubsreisen, Ausgehen
  • Ist mir egal, ein Kind ist für mich das Wichtigste.
  • Hmm, eigentlich auf nichts

Welche Art von Mutter würden Sie wohl sein?

  • Eine ängstlich besorgte Glucke
  • Eine Helikopter-Mutti, die alles unter Kontrolle haben will
  • Ein lockerer Kumpeltyp
  • Hoffentlich streng, aber gerecht und liebevoll
  • Egal, Hauptsache nicht so wie meine eigene Mutter

Macht Ihnen der Gedanke, Mutter zu sein, ab und zu Angst?

  • Klar, ich trage viele Jahre Verantwortung für das Kind.
  • Nein, ich freue mich unglaublich auf die Mutterschaft.
  • Ich mache mir ständig Sorgen darüber, nach der Schwangerschaft nicht mehr attraktiv zu sein.
  • Ich habe Angst vor der Überforderung – die Ansprüche an Mütter sind ja heute gewaltig.
  • Ab und zu schon, ich habe keine Ahnung, ob ich eine gute Mutter sein werde.

Dies ist kein klassischer "Kinderwunsch – ja oder nein"-Test mit vorgefertigten Lösungen. Das Beantworten der Fragen soll Sie zum Nachdenken anregen und dabei helfen, Ihre aktuelle Situation besser einzuschätzen.

Vielleicht bestärken Ihre Antworten Sie darin, den Kinderwunsch jetzt zu realisieren. Vielleicht merken Sie aber auch, dass es vielleicht besser wäre, noch eine Weile zu warten, weil Sie aktuell doch noch andere Prioritäten in Ihrem Leben setzen. Lassen Sie sich auf jeden Fall Zeit mit der Entscheidung, denn sie wird Ihr ganzes Leben verändern!

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein weiteres Kind?

Der Wunsch nach einem weiteren Kind wird von vielen Aspekten beeinflusst. Wie stabil sind Beziehung, Finanzen und Umfeld? Lesen Sie, wie Sie das Projekt „Kind 2“ oder „Kind 3” erfolgreich planen.

Vater mit Kind und Baby

Ein weiteres Kind bedeutet nicht einfach nur ein Kind mehr. Und auch, wenn Sie als Eltern von den Erfahrungen der ersten Geburt und Erziehung profitieren können, bringt weiterer Nachwuchs neue Ansprüche und Herausforderungen für die ganze Familie mit sich. Wann ein zweites Kind in den Familienalltag passt, ist eine sehr persönliche und individuell einzuschätzende Frage. Kinderwunsch ja oder nein – es gilt, für eine lange Zeitspanne zu planen. Da sollten schon beide Elternteile an einem Strang ziehen und der Wunsch nach mehreren Kindern beiderseitig vorhanden sein. Die Wünsche der Erwachsenen müssen häufig hintenan stehen. Zudem stoßen Familien mit Kinderwunsch für ein drittes oder viertes Kind oft auf gesellschaftliches Unverständnis. Was für Sie vielleicht den Himmel auf Erden darstellt, kann beispielsweise bei der Wohnungssuche zum erheblichen Handicap werden. Trotzdem ist der verwirklichte Kinderwunsch für ein zweites oder drittes oder gar viertes Kind bei richtiger Planung und geeigneten Voraussetzungen das Schönste, was ein Paar gemeinsam in Angriff nimmt. Wie viel Zeit zwischen zwei Schwangerschaften vergeht, bestimmt mitunter auch das Leben. Gesundheit und familiäre Umstände bilden den äußeren Rahmen. Alles innerhalb dieser Grenzen liegt bei Ihnen.

Übrigens: Laut Statistischem Bundesamt lag der durchschnittliche Altersabstand zwischen Geschwisterkindern im Jahr 2014 bei drei bis vier Jahren – bei Zweitgeborenen war der Abstand eher kleiner als bei Drittgeborenen.

Zeitliche Planung für ein weiteres Kind

Vor der Planung weiteren Nachwuchses stellen Sie sich eventuell die Frage, ob Ihr Sohn oder Ihre Tochter bereit sind für den Job als großer Bruder oder große Schwester. Bedeutet das kleine Geschwisterchen Konkurrenz, oder wird es eine Bereicherung sein?

Bei der Definition des idealen Altersabstands zwischen zwei Kindern gehen die Meinungen weit auseinander. Und alle Aspekte zeigen Licht- und Schattenseiten. Kommen die Kinder kurz nacheinander auf die Welt, bedeutet das für die Mutter eine zusätzliche Belastung sowohl durch zwei Schwangerschaften als auch durch die Arbeit mit zwei kleinen Kindern. Eine doppelte Windelaktion und erneutes Stillen bei einem quengelnden Geschwisterkind und dessen noch enger Bindung an die Mutter stellen eine echte Herausforderung dar. Zugleich ist der Aspekt, alles auf einmal zu absolvieren, nicht von der Hand zu weisen. Eifersucht unter den Geschwistern tritt weniger massiv auf, da die Kinder nahezu von Anfang an aneinander gewöhnt sind.

Warten die Eltern mit dem Nachwuchs Nummer zwei ein paar Jahre ab, ist das größere Kind bereits im Kindergarten und Freundeskreis etabliert und hat sich etwas abgenabelt. Zumeist heißt es das neue Baby herzlich willkommen. Mitunter taucht zwar auch die Verlustangst zur Mutter auf, mit einem vier- oder fünfjährigen Kind lässt sich dies allerdings leichter verarbeiten. Mehr Abstand zwischen den Schwangerschaften gibt Ihrem Körper die Möglichkeit, sich vollständig zu regenerieren, und Ihnen Gelegenheit, die Zeit bis zur Geburt des neuen Erdenbürgers ausgiebig mit dem älteren Kind zu genießen. Mediziner empfehlen einen Abstand von 12 bis 18 Monaten, um Beckenboden und Nährstoffhaushalt zu normalisieren.

Das kommt auf Sie zu

War beim ersten Kind alles noch leicht organisierbar, sollten Sie beim zweiten Kind auf vertrauenswürdige Hilfe im Alltag bauen, wenigstens für die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt. Das mögen die glücklichen Großeltern sein, die Nachbarin oder der Partner in Elternzeit. Und der muss in jedem Falle zu 100 Prozent hinter dem Wunsch für ein weiteres Kind stehen. Ansonsten fällt er nicht nur als zuverlässige Hilfe aus, sondern es entsteht eine zusätzliche Belastung. Auch lässt sich eine kriselnde Beziehung nicht durch ein weiteres Kind wiederherstellen. Ein verständnisvoller Partner hingegen macht das Erlebnis eines weiteren Kindes zum wundervollen gemeinsamen Abenteuer. Schon die Möglichkeit, das größere Kind nicht selbst zum Kindergarten bringen zu müssen, fährt die Alltagshektik merklich herunter. Auch die örtliche Hebamme erweist sich als wohltuende Unterstützung. Als Fachfrau weiß sie um die Sorgen und Nöte einer Mutter. Denn das neue Kind erweitert nicht nur die Anzahl der Familienmitglieder, es zeigt zumeist auch eine ganz eigene Entwicklung oder einen anderen Schlafrhythmus. Dazu kommt das verständliche Verlangen Ihrerseits, dem größeren Kind verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken, um Eifersucht zu vermeiden. Und bei all den Ansprüchen benötigen Sie als Mutter Zeit, um sich von Schwangerschaft und Geburt zu erholen. Kein leichtes Unterfangen im Alltag. Lassen Sie daher auch mal alle Fünfe gerade sein und versuchen Sie nicht, einen Perfektionismus als Hausfrau und Mutter zu erreichen, den es tatsächlich nur in Werbung und TV gibt. Wenn beide Partner dies alles positiv und gelassen akzeptieren, steht einem weiteren Kind nichts im Wege.

Wenig romantisch: Alter und Finanzen

Bei aller Freude auf ein weiteres Kind gibt es doch Dinge, die einer weiteren Schwangerschaft eher entgegenstehen. Zum einen kann dies ein fortgeschrittenes Alter der zukünftigen Mutter sein. Heute ist eine zweite oder dritte Partnerschaft nicht mehr die Ausnahme, und auch zu der neuen Beziehung gehört eventuell der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind. So ergibt sich nicht selten eine größere Zeitspanne zwischen den Geburten und bei erneutem Kinderwunsch ein erhöhtes Alter der zukünftigen Mutter. Immer häufiger verschieben Paare berufsbedingt die Kinderplanung in die zweite Lebenshälfte. Dann gehört eine Beratung beim Arzt bezüglich der Risiken wie vermehrtes Kaiserschnittaufkommen oder Komplikationen wie Präeklampsie (Bluthochdruck, Wassereinlagerungen und Eiweiß im Urin) unbedingt mit zur Vorausplanung. Die Frage "Soll ich noch ein Kind bekommen?" zeugt von bewusster Verantwortung.

Finanziell schlägt ein zweites oder drittes Kind zunächst meist weniger zu Buche, da große Teile der Ausstattung wie Kinderwagen, Kleidung und Pflegeprodukte noch vorhanden sind. Auf Dauer jedoch kostet der Nachwuchs mindestens ebenso viel Geld wie Kind Nummer eins. Denn nicht alle Kleidung überlebt die Spielphase der Geschwisterkinder oder passt jahreszeitlich und geschlechtstypisch zu Kind Nummer zwei. Früher oder später werden Schulbücher, Kinokarten und Schulausflüge nicht unerhebliche Kosten für zwei oder drei Kinder aufwerfen. Und ein neues, größeres oder zweites Auto will eventuell mit eingeplant werden. Kindergeldrechner im Internet geben vorab Auskunft, welche Kindergeldansprüche Sie bezüglich Kindergeldzuschlag und Betreuungsgeld haben.

Im Überblick: Ihre Checkliste bei erneutem Kinderwunsch

  • Ihr gesundheitlicher Zustand
  • Abstand zur letzten Schwangerschaft
  • Alter der Mutter
  • Alter der bereits geborenen Kinder
  • Finanzielle Lage und berufliche Aussichten
  • Unterstützung durch Partner und Familie