Checkliste für die Schwangerschaft

Herzlichen Glückwunsch, Sie bekommen ein Baby. Was Sie in den nächsten neun Monaten beachten müssen und wann Sie welche Termine wahrnehmen sollten, erfahren Sie in dieser Checkliste.

Erstes Trimester (1. bis 12. Schwangerschaftswoche)

  • Mit der Einnahme von Folsäure beginnen

    • Ärzte empfehlen, mit der Einnahme von Folsäure schon bei einem Kinderwunsch, mindestens vier Wochen vor der Schwangerschaft, zu beginnen. Hat die Schwangerschaft Sie überrascht, sollten Sie jetzt mit der täglichen Einnahme von 400 µg des B-Vitamins beginnen.

  • Termin beim Gynäkologen vereinbaren

    • Sobald Sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt machen. Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung bestätigt der Arzt die Schwangerschaft, errechnet den Geburtstermin, führt eine gynäkologische sowie eine Ultraschall-Untersuchung durch und gibt Ihnen den Fahrplan für die nächsten neun Monate: Bis zur 32. Woche müssen Sie einmal im Monat zur Vorsorgeuntersuchung kommen, danach alle zwei Wochen. Bei Ihrem ersten Termin erhalten Sie auch Ihren Mutterpass.

  • Hebamme suchen bzw. kontaktieren

    • Hebammen stehen Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt mit Rat und Tat zur Seite. Bis auf die Ultraschall-Untersuchungen können Hebammen alle Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Sie sind wichtige Ansprechpartnerin und Vertrauensperson für werdende Mütter. Ihre Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen.

  • Termine für pränataldiagnostische Untersuchungen vereinbaren

    • Zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche können Sie den sogenannten Ersttrimestertest durchführen lassen. Dieser besteht aus einem Bluttest und einer speziellen Ultraschalluntersuchung, dem Nackentransparenz-Test. Wird ein erhöhtes Risiko für Chromosomenabweichungen ermittelt, kann eine Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese Aufschluss über eine mögliche Behinderung des Kindes geben. Pränataldiagnostische Untersuchungen werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) selbst bezahlt werden. Nur wenn im Verlauf dieser Untersuchungen festgestellt wird, dass die kindliche Entwicklung beeinträchtigt sein könnte, übernimmt die Kasse die Kosten für weitere Untersuchungen.

  • Auf gesunde Ernährung achten

    • Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen ist jetzt wichtiger denn je. Auch die regelmäßige Aufnahme von Eisen muss gewährleistet sein, denn Ihr Körper muss vermehrt Blut bilden. Zu den Lebensmitteln, auf die Sie jetzt verzichten müssen, gehören rohes Fleisch, Rohmilchprodukte, rohe Eier und roher Fisch. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Auf koffeinhaltige Getränke sollten Sie auch weitgehend verzichten.

  • Nikotin, Alkohol, Drogen und auch Medikamente sind ab jetzt absolut tabu

    • Jede Einnahme von Medikamenten sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

  • Regelmäßig eincremen

    • Ihre Haut braucht jetzt eine Extraportion Pflege, um der Entstehung der gefürchteten Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

  • Zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden

    • Da diese Kurse oft schnell ausgebucht sind, sollten Sie sich rechtzeitig anmelden.

  • Geburtsklinik suchen und sich dort anmelden

    • Vielleicht erscheint es Ihnen noch etwas früh, doch je eher Sie sich für ein Krankenhaus entscheiden, desto besser. Die meisten Kliniken bieten werdenden Eltern Informationsabende. Auch wer sich für ein Geburtshaus entscheidet, sollte sich rechtzeitig dort vorstellen.

  • Vorsicht bei Umgang mit Katzen

    • Katzen gelten als Träger des Toxoplasmoseerregers. Gerät dieser Erreger in die Plazenta und damit in den Blutkreislauf des Ungeborenen, kann es zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen kommen. Auf die Reinigung des Katzenklos sollten Schwangere deshalb verzichten und sich außerdem nach jedem Streicheln gründlich die Hände waschen.

  • Sich um einen Betreuungsplatz kümmern

    • Es klingt absurd, aber angesichts des knappen Betreuungsangebots ist es durchaus sinnvoll, Ihr ungeborenes Kind schon jetzt in einer KiTa anzumelden bzw. sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

Zweites Trimester (13. bis 27. Schwangerschaftswoche)

  • Monatliche Vorsorgetermine wahrnehmen

    • Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche steht der zweite Ultraschall auf dem Programm. Möchten Sie einen Doppler-, Organ- oder Feinultraschall durchführen lassen, sollten Sie einen Termin bei einem Spezialisten vereinbaren.

  • Termine für pränataldiagnostische Untersuchungen vereinbaren

    • Zwischen der 15. und der 20. Schwangerschaftswoche können Sie den sogenannten Zweittrimester-Bluttest durchführen lassen. Ab der 13. Woche kann der Arzt eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen.

  • Arbeitgeber informieren

    • Die meisten werdenden Mütter warten die ersten drei Monate ab, bis sie ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren.

  • Zu einem Fitnesskurs für Schwangere anmelden

    • Gymnastik, Yoga, Schwimmen oder Aquafitness – die Auswahl an Kursen für werdende Mütter ist groß. Leichte Bewegung tut Mutter und Kind gut.

  • Shoppen gehen

    • Sie werden es gemerkt haben – der Knopf Ihrer Jeans geht nicht mehr zu, die Blusen und Shirts kneifen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich ein paar schöne und bequeme Basics für die Schwangerschaft zu kaufen.

  • Zahnarzttermin vereinbaren

    • Durch die Hormonumstellung sind Zähne und Zahnfleisch während der Schwangerschaft besonders empfindlich. Deshalb sollten Sie mindestens einmal zur Kontrolle gehen.

  • Urlaub machen

    • Noch einmal Urlaub zu zweit – packen Sie jetzt die Koffer, denn im letzten Schwangerschaftsdrittel wird das Reisen beschwerlicher.

Drittes Trimester (28. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt)

  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

    • Ab der 32. Schwangerschaftswoche müssen Sie alle zwei Wochen zum Check.

  • Erstausstattung zusammenstellen

    • Kleidung, Wiege, Schlafsack, Wickelutensilien, Kinderwagen, Autositz – mit der Geburt eines Kindes erweitert sich der Hausstand beträchtlich. Beginnen Sie rechtzeitig damit, die Erstausstattung zusammenzustellen.

  • Still-BH kaufen

    • Mütter, die zu stillen planen, sollten sich ein bis zwei Still-BHs kaufen. Diese sollten zwei Cupnummern größer sein als die normale Cupgröße. Auch die Anschaffung eines Stillkissens ist empfehlenswert.

  • Klinikkoffer packen

    • Da es immer mal früher als geplant losgehen kann, sollten Sie Ihren Klinikkoffer rechzeitig packen und bereitstellen.

  • Kinderarzt suchen

    • Informieren Sie sich über Kinderärzte in Ihrer Nähe und fragen Sie Freunde und Bekannte mit Kindern nach ihren Erfahrungen.